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Vorwort

Ich weiß nicht, wann ich losgesurft bin. Ich weiß nicht, warum ich losgesurft bin – und selbst wo ich losgesurft bin, ist für mich nicht wirklich festzumachen. Und vielleicht surfe ich auch erst jetzt gerade, in diesem Moment los, indem Du meinen Blog öffnest und anfängst zu lesen. Ich hoffe während meiner Schreibarbeiten für „Ich surf dann mal los“ mit den vielen kleinen Anekdoten, die ich zu erzählen habe, genügend Spannung zu erzeugen, um neue Leser durch Deine Empfehlung auf diesen Blog aufmerksam zu machen. Kein ausgedachtes Hirngespinst, sondern eine erlebte Geschichte festgehalten in Bildern, Film und vor allem Text. Viele meiner engen Freunde ermutigten mich nach diesem “Ich surf dann mal los – Trip”, ich solle ein Buch darüber schreiben. Einer meinte, „Stefan – obwohl ich Dich kenne war es total verrückt, so ungefiltert Deine Gedanken mitzubekommen – aber…

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Vielleicht begann es einfach so…

Die Vorgeschichte – oder besser gesagt – die Geschichten hinter der Geschichte… Ohne zu wissen was am 03.07.2012 passieren wird habe ich knapp ein Jahr zuvor angefangen auf meinem privaten Facebook-Profil wöchentlich einen Beitrag zu posten. Mit diesen Posts, in Summe an die 50 Stück, werde ich meinen Blog zunächst beginnen. Warum ich das tue? So habe ich etwas Vorlauf, der langsam dahinschmilzt – und vor allen Dingen habe ich einen kontroversen Anfang meiner Geschichte, die ich gerne erzählen will. Jonny Love – wie alles angefangen hat – warum der Name von der Bildfläche verschwand – wie es dazu kam, dass es Jonny Love heute wieder gibt – welche Probleme es zu meistern galt – sowie Gedanken, Bedenken und Ängste die mit diesem Vorhaben verbunden sind… lassen wir es mal beginnen! Norderney – hier nahm die Geschichte Pfingsten 2000 seinen…

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Die Namensfindung

…ein eigener Name musste her. Andreas W. – ein guter Freund – den ich Jahre zuvor beim Skateboardfahren kennengelernt habe war mit auf Norderney. Gerade erzählte er noch wie Papa, Mama, Oma, Opa, Nichten und Enkel uns begeistert zuschauten, da haut er den Namen noch am Strand raus. Statt einer kreativen Namensfindung, die im sinnlosen Nichts endet, befanden wir uns am Abend schon auf den Spuren von „Jonny Love”.

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Das Logo

Bekanntlich endeten diese Abende damals immer mit Geschichten die man sich noch Jahre danach erzählt, dies war so ein Abend. Am nächsten Tag jedoch lag es an uns, welchen Weg die Geschichte von Jonny Love einschlagen sollte. So entschieden wir uns (Andreas W. und ich) den Namen als Marke anzumelden. Über Nacht kamen durch einen weiteren alten Skateboardfreund 5 Logovorschläge zustande. Aber entscheidet selbst, ob wir im Jahre 2000 den richtigen Vorschlag gewählt haben.

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Generation X

Vor dem Aufkleberdruck mussten damals noch Filme angelegt werden… wir waren so vermessen zu denken, dass wir als ERSTE KITEBOARDMARKE keine Probleme haben werden einen Vertriebsweg über den Einzelhandel zu öffnen. Bevor ein Aufkleber raus ging schickten wir per Post ein Mailing an über 50 Surf-, Skate-, und Snowboardshops unserer Wahl… Waren wir die neue CHIEMSEE-GENERATION…?

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Die erste Story

Der erste Glitzeraufkleber entstand und ich schrieb eine der Geschichten nieder, die uns Abende zuvor dazu bewegten eine ernsthafte Unternehmung aus dieser Situation zu machen. Das Kiteboarding.de (Special-Interest-Magazin) veröffentlichte meine Geschichte in einem ihrer ersten Magazine. Die Reaktionen auf die Geschichte waren einfach… nun sagen wir mal “phänomenal”. Ergebnis dieses Phänomens – ich verteilte bereitwillig viele Aufkleber!

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Die erste Postkarte

Kitesurfen war neu! Wir ließen neben Aufklebern eine Postkarte produzieren. Unser Gedanke war: „Eine coole Postkarten wird jeder nutzen”. Ob sie Ihren Platz am Kühlschrank des Besitzers findet oder ein Freund sich über die zufällige Grußkarte im Postkasten freut war uns egal. Wir fanden die Idee damals super.

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Concrete Surfers

Es folgen die ersten T-Shirts mit Jonny Love Glitzeraufdruck. Für uns machte es keinen Unterschied, ob wir die Shirts verkauften oder verschenkten – wir hatten einfach nur Spaß dabei. PUSH IT – war das Ziel. So entschieden wir uns einen eigenen Kitesurfevent ins Leben zu rufen – Andi und ich haben schon 1995 die ersten Heilbronner Skateboardmeisterschaften sowie darauf folgende Skateboardevents ausgerichtet. Das Skateboardfahren stand dabei aber nie im Vordergrund, beispielsweise veranstalteten wir nach dem Skateboardevent ein Bierkastenrennen, das hatte wesentlich mehr Teilnehmer als die Skateboardvernastaltung. Die Regeln waren einfach: 30 Teams a 3 Personen mit einem Kasten Bier und 8 km Wegstrecke – natürlich bergauf. Sieger war die Gruppe, die den Kasten Bier leer über die Ziellinie trug. Was für ein Spaß!

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Der erste Kitesurfevent

Zum ersten Mal gab es einen Kiteevent mit einem Ridersjudging nach alter Skateboardsitte – so bewerteten sich die Teilnehmer selbst. Zwar wußten wir nicht ob die Aktiven schnell genug vom Wasser kamen – wie sich herausstellte war das für diese 4 Tage Veranstaltung allerdings das kleinste Problem. Der Event bestand neben der Sportveranstaltung am Strand aus diversen Parties und jeden Tag einem gemeinsamen Mittagessen sowie Frühstück, das war uns sehr wichtig. Dem Restaurant sagten wir nur – hungrig geht uns bitte keiner aufs Wasser, so gab es für jeden einen Nachschlag oder auch Zwei. Zugegebenermaßen verlief alles etwas holprig, aber so ist das halt wenn man zum ersten Mal einen Event veranstaltet. Ein ganz schön zusammengewürfelter Haufen waren wir damals. Wenn man so in die Gesichter der Menschen schaut stellt sich bei mir heute noch eine gewisse Zufriedenheit ein. Vielleicht…